v.l.n.r. Margit Stumpp (MdB), Kreisvorsitzender Marco Combosch, Ersatzkandidatin Clara Resch, stellv. Kreisvorsitzende Anamari Filipovic, Landtagskandidat Martin Grath (MdL)

Martin Grath zum Landtagskandidaten 2021 nominiert

Überwältigendes Ergebnis für Martin Grath als Erstkandidat
Überraschung bei der Wahl der Ersatzkandidatin


Das Ergebnis war eindeutig: Mit überwältigender Mehrheit wurde Martin Grath als Kandidat von Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Heidenheim für die Landtagswahl im nächsten Jahr nominiert. Lediglich eine Stimme fehlte, um die 100 Prozent zu erreichen. Die für April angesetzte Nominierung war coronabedingt verschoben worden und fand in Herbrechtingen im Kloster statt. Unter Einhaltung der bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln war der Raum bis zum letzten Platz besetzt. Auch die Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp aus Königsbronn war unter den stimmberechtigten Mitgliedern.

Zu Beginn seiner begeisterten und begeisternden Rede veranschaulichte Grath die Themen, die ihn seit seiner Wahl vor vier Jahren in Stuttgart beschäftigen. Seine Bilanz ist enorm: 10 seiner 11 Anträge hat er erfolgreich durchgesetzt. Dass er zu Recht stolz auf das Erreichte ist, konnte man ihm ansehen und dass er mit großer Lust weiterhin seine Arbeit in den Dienst der Menschen stellen wird, konnte man hautnah spüren. Er erinnerte an den Archäopark, sein hohes Engagement zur Einführung der Bio-Muster-Region im Kreis Heidenheim, an seinen Einsatz, der nicht nur dazu führte, dass die grüne Delegiertenkonferenz nach HDH kam, sondern auch hier im Januar der bisher größte Bürgerdialog – mit der gesamten grünen Regierungsmannschaft – stattfand. Ein Highlight, dass allen in bester Erinnerung war. Außerdem kamen auf seine Einladung hin verschiedene Arbeitskreise der Landesregierung und etliche Abgeordnete in den Wahlkreis, um die Regierungsarbeit weiter zu verbessern. Einen Wermutstropfen machte Martin Grath bei all seinen Erfolgen aus. „Ich bin noch nicht fertig mit meinen Vorhaben und deshalb ist es mir wichtig, erneut in den Landtag gewählt zu werden“.

Als Ziele für die nächste Legislaturperiode ist es ihm ein Anliegen, den ökologischen Wandel weiter zu begleiten. Der Prozess ist sehr schwierig, sein Ziel ist es u.a., dass landeseigene Küchen überwiegend regionale und ökologische Produkte verwenden. »Der Bau des DHBW-Würfels und der Ausbau  der Brenzbahn stehen ganz oben auf meiner Agenda. Hier darf es nicht zu weiteren Verzögerungen kommen«, so Grath. Immer wieder erinnerte er die Anwesenden daran, wie wichtig ihr Engagement vor Ort sei. Und dass er seine Ziele nicht alleine erreichen könne, dass er auf die Unterstützung vor Ort angewiesen sei: „Die Arbeit in Stuttgart macht Spaß. Ich habe einiges erreicht und ich möchte mit euch gemeinsam noch mehr erreichen.“

Nachdem Martin Grath mit überwältigender Mehrheit gewählt war, ging es um die Frage, wer ihn im Wahlkampf als Ersatzkandidat begleitet. In alphabetischer Reihenfolge bewarben sich drei Interessierte. Alle drei zeigten in ihrer Rede, dass sie die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um Martin Grath kompetent zu unterstützen. 

Als Erster stellte sich der 45-jährige Marc Gergeni vor. Er ist verheiratet und hat zwei schulpflichtige Töchter. Von Beruf ist er Zerspanungsmechaniker und hat im zweiten Bildungsweg Wirtschaftswissenschaften studiert. Gergeni war Präsident der Wirtschaftsjunioren für Ost-Württemberg. Mehrere Jahre war er Kreissprecher der Grünen in Heidenheim, bevor er das Amt beruflich bedingt niederlegen musste. In seiner Rede gelang es ihm nicht, das Feuer von Martin Grath weiter zu tragen. 

Die 25-jährige Clara Resch aus Heidenheim formulierte den Begriff Ergänzungskandidatin. Mit Martin Grath im Team sieht sie sich als Bindeglied zu den jungen Menschen. Sie erinnert daran, dass die Grünen schon seit Jahren für das eintreten, was »Fridays for Future« heute fordern. Ihr gelang es spielend, das Feuer aufzunehmen, das Martin Grath bei den Anwesenden entfacht hatte. Resch studierte European Studies in Passau. Mit dem Bachelor in der Tasche kam sie zurück in die Heimat und pendelt aktuell nach Augsburg, um ein Masterstudium in Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Konflikte in Politik und Gesellschaft abzuschließen. Ihr politischer Schwerpunkt ist die Frage der sozialen Gerechtigkeit und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Resch gelang es mit starken Argumenten, ihrer frischen Art und einem souveränen Vortrag die Anwesenden für sich zu gewinnen und mit absoluter Mehrheit bereits im ersten Wahlgang das Rennen für sich zu entscheiden. 

Als dritter Kandidat stellte sich der 56-jährige Frank Schied vor. Er ist Biolandwirt im Nebenerwerb, ist verheiratet und hat zwei schulpflichtige Kinder. Nach dem Abitur hat er in Hohenheim allgemeine Agrarwissenschaften studiert. Schied sammelte als Referatsleiter in Stuttgart in der Landesverwaltung viele Erfahrungen. Kommunalpolitisch ist er seit 2004 im Gemeinderat in Gerstetten, er war ehrenamtlicher Ortsvorsteher von Heuchlingen und ist seit 2014 im Kreistag, aktuell als Fraktionsvorsitzender. Außerdem engagiert er sich im Regionalverband. Seine Erfahrung und seine angenehme, ruhig besonnene Art wurde im Wahlergebnis honoriert – das reichte aber nicht.  Damit war Clara Resch im ersten Durchgang zur Ersatzkandidatin gewählt. Alle Beteiligten versicherten Martin Grath ihre volle Unterstützung für die Landtagswahl und darüber hinaus zu. 

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