Der Stadtverband der Grünen in Heidenheim positioniert sich gegen Abstriche beim Stadtbusverkehr.
„Wir haben in Heidenheim einen wirklichen guten Takt und eine hohe Zuverlässigkeit im innerstädtischen Busverkehr. Dadurch wird der Alltag vieler Heidenheimerinnen und Heidenheimer erleichtert, wenn die täglichen Wege zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder für den Termin beim Arzt gut mit dem Bus bewältigt werden können.
Es gibt ja auch genug Menschen, die keinen Zugang zu einem eigenen KFZ haben und auf einen gut ausgebauten Busverkehr angewiesen sind. Man denke an Personen mit Gehbehinderungen oder Senioren die kein Auto mehr fahren können oder wollen. Oder Menschen, für die ein eigenes KFZ eine zu hohe finanzielle Zusatzbelastung darstellt, gerade bei den aktuell hohen
Spritpreisen.“, gibt Kevin Conrad, Sprecher des Stadtverbands, zu bedenken.
Der Busverkehr wurde bis zum Jahr 2018 bereits von der Stadt bezuschusst. Dass die Heidenheimer Verkehrsgesellschaft es danach bis heute geschafft hat, ohne Zuschüsse auszukommen, ist sehr positiv und zeigt, dass das Busangebot in Heidenheim generell gut angenommen wird.
Der Stadtverband fordert, gerade jetzt keine Einsparungen vorzunehmen, die das Angebot drücken und die Attraktivität beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall könnte das zu einer Abwärtsspirale mit immer weiter sinkenden Fahrgastzahlen führen. Das Ziel muss vielmehr sein, die Attraktivität des Busverkehrs zu steigern, sodass in absehbarer Zeit die Kosten wieder ohne Zuschüsse von der Stadt gestemmt werden könnten.
Die Stadt und der Gemeinderat müssen hierfür die Bedingungen zukünftig weiter verbessern, beispielsweise durch einen bequemeren und flüssigeren Umstieg zwischen Bus und Bahn, durch besser aufeinander abgestimmte Fahrpläne und eine attraktivere und effizientere Verbindung zwischen Bahnhof und Busbahnhof.
Ein Stadtbusverkehr mit einer guten Taktung kommt der Allgemeinheit zugute und stellt eine wichtige und für die Heidenheimerinnen und Heidenheimer direkt spürbare Leistung dar, deren Wert nicht allein in Fahrgastzahlen zu beziffern ist.